Bewertung
In den letzten Wochen durfte ich für OUTSIDEstories die BIKE SHORTS PACE-E ASSL von Löffler testen. Die Hose ist für Frauen auf dem Bike und kommt mit separater Innenhose mit Polster.
Kurze Bike Shorts für Touren ohne Knieschoner.
Passform
Die meisten Hosen passen mir in der Größe 36 – oder S – sehr gut. Ich bin 171 cm groß und recht schlank gebaut mit um die 53kg. Diese Bike-Shorts habe ich in Größe 36 bekommen und sie passen gut. Es drückt nichts, es scheuert nichts, allerdings ist nicht viel Spielraum um die Hüfte. Normalerweise mag ich meine Bike-Shorts recht locker auf der Hüfte sitzend, das ist bei der Hose von Löffler nicht der Fall. Es stört aber auch nicht, dass die Hose etwas enger sitzt, der Verschluss geht noch gut zu und es drückt nirgends etwas ab.
Hose sitzt eng, aber nicht zu eng
Features
Passend zur gerade beschriebenen Passform gibt es ein Feature, das ich leider nicht nutzen konnte: am Bund gibt es rechts und links jeweils die Möglichkeit, per Klett die Weite der Hose zu regulieren. Das nutze ich bei meinen lockeren Bike-Shorts recht gern, bei der PACE-E ASSL brauche ich mit der Größe 36 schon eine recht weite Einstellung und enger machen ist nicht nötig.
Seitliches Klett zur Weitenregulierung – habe ich nicht gebraucht.
Ein Feature, das ich gerade für kürzere Touren gern nutze: Taschen an der Hose. Davon gibt es zwei ohne und eine mit Reißverschluss. Die Reingreiftaschen ohne Reißverschluss befinden sich rechts und links nahe des Bunds. Sie wirken eigentlich recht tief, allerdings habe ich doch etwas daraus verloren, ich hatte ein Taschentuchpäckchen eingesteckt und musste kurz anhalten und schnäuzen. Da kein Mülleimer in der Nähe war, habe ich das gebrauchte Taschentuch in die andere Tasche gesteckt. Daheim angekommen war nur noch das Rotzknödel in der linken Tasche, das Taschentuchpäckchen rechts war leider weg, ohne dass ich es mitbekommen habe.
In die Reißverschlusstasche passt das iPhone X grade nicht mehr – der Reißverschluss geht nicht mehr ganz zu.
Zu den gerade beschriebenen beiden Taschen gesellt sich eine dritte, diesmal mit Reißverschluss. Sie befindet sich auf dem linken Oberschenkel und ist gerade nicht mehr groß genug für ein iPhone X. Das 8er passt noch gut rein. Allerdings ist der sehr schön elastische Stoff (weiteres Feature) an dieser Stelle zu elastisch und das iPhone rutscht beim Kurbeln auf die Innenseite der Hose und scheuert so immer wieder am Sattel. Bisher zumindest ohne sichtbare Spuren am Stoff, aber nervig ist das Gefühl schon, und toll ist es für das Handy sicher auch nicht, wenn es ständig wo gegen klopft…
Toll an dem Material der Hose ist die gerade erwähnte Flexibilität trotzdem. Ich habe die Bike-Shorts nicht nur auf dem Bike sondern auch beim Joggen angehabt und auch hier hat nichts gescheuert oder gedrückt. Ich hatte immer ein angenehmes Tragegefühl, auch wenn der Hosenbund voll Schweiß und entsprechend nass war…
Die Hose ist sehr flexibel, nichts kneift oder drückt bei egal welcher Bewegung.
Hier kommt nun ein weiteres Feature zum Tragen: die Hose trocknet wirklich schnell. Die Jogging-Einheiten haben immer eine Wäsche nach sich gezogen und die Hose war schnell wieder für den nächsten Einsatz bereit. Auch am Bund, wo der Stoff am dicksten ist, ist sie schnell getrocknet. Anschließendes Dehnen war mit der Hose nie ein Problem – bei meinen bisherigen (teils sehr alten) Laufhosen muss ich teils die kurzen Hosenbeine in die Leiste ziehen, um in einen seitlichen Ausfallschritt zu kommen. Die Bikehose macht alles mit ohne zu spannen und ohne vorher zurecht gezogen werden zu müssen.
Weiter kommt die PACE-E ASSL Bikeshorts mit Innenhose. Das finde ich persönlich immer sehr schön, wenn ich eine Hose fürs Biken kaufe, dass dann gleich eine gepolsterte Innenhose dabei ist. In diesem Fall ist das Polster wirklich sehr angenehm dick, aber nicht zu dick, um über die Nähte zu Scheuerstellen zu führen. Da ich mit unserem Nachwuchs bisher mehr zu Fuß unterwegs war und eine längere Bike-Pause hatte, habe ich meine Sitzknochen nach der ersten längeren Tour trotzdem gespürt… das wäre aber vermutlich auch mit 2cm dickem Polster passiert und kann der Hose nicht zum Nachteil angerechnet werden.
Am rechten Bein die Ausgangsposition, am linken Bein die hochgerutschte Hose trotz Gummierung.
Die Innenhose hat an den Beinen an der Innenseite eine Gummierung, die das Hochrutschen beim Kurbeln verhindern soll. Leider funktioniert das bei mir nur bedingt. Gleich bei der ersten Ausfahrt (nur wenige Kilometer zum einkaufen) ist mir die Hose fast den kompletten Oberschenkel hochgerutscht. Bei den nächsten Touren – deutlich länger und mehr bergauf-Elemente – ist die Innenhose besser am Oberschenkel geblieben und weniger weit gerutscht. Ich kann nicht sagen, was ich anders gemacht habe, gewaschen habe ich die Hose vor der ersten Testrunde auch, daran lag es also nicht.
Waschen ist ein gutes Stichwort: auch die Innenhose trocknet schnell und ist nach dem Waschen schnell wieder einsatzbereit.
Für heiße Tage auf Touren die ideale Hose.
Preis/Leistung
Direkt bei Löffler kostet die Bikeshorts aktuell knapp 160 € – im Netz gibt es sie auch günstiger. Da es leider keine Selbstverständlichkeit mehr ist, die Innenhose gleich mit dabei Zuhaben, muss man bei dem Preis (leider) bedenken, dass man eigentlich zwei Hosen kauft. Dafür ist der Preis dann wieder ok, wenn auch nicht günstig, wenn man direkt bei Löffler kauft.
Die Verarbeitung beider Hosen ist aber gewohnt gut. Es scheuert oder drückt nichts, die beim Biken nötige Bewegungsfreiheit ist absolut gegeben! Man bekommt also einiges an Qualität für sein Geld. Einziges Manko: für möglicherweise nötige Knieschoner sind die Hosenbeine leider zu kurz. Hier entsteht ein (nerviger) Schlitz, der zwar der jeweiligen Funktion keinen Abbruch tut, aber Style geht anders 😉
Die Hose endet Mitte der Oberschenkel, der Knieschoner würde erst eine Handbreit tiefer beginnen.
Fazit
Alles in allem ist die BIKE SHORTS PACE-E ASSL von Löffler eine wirklich gute und leichte Hose zum (Touren-) Biken. Wer etwas Schutz und Knieschoner braucht, sollte sich vielleicht mit einer dickeren Hose beschäftigen, ansonsten gibt es eine klare Empfehlung von mir. Bei den Taschen muss man sich gut überlegen, ob nicht doch vielleicht ein Rucksack oder Pack-Gürtel sinnvoller sind, statt gegebenenfalls den Tascheninhalt in der Umgebung zu verteilen.













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