Bewertung
In den letzten Monaten durfte ich den Fate 8 (Women) von Newton testen, Danke an dieser Stelle dem Gewinnspiel! Getragen habe ich ihn bisher ausschließlich beim Joggen während Trainingseinheiten auf unterschiedlichsten Böden: Graswege, Schotterwege, Asphalt, Beton, Pflaster und Kopfsteinpflaster. Die Witterung war dabei recht unbeständig – von Sonne und sommerlichen Temperaturen bis zum schneebedeckten Weg war alles (inkl. Starkregen) dabei. Doch der Reihe nach.
Schuhe sind schon einige Zeit benutzt, nicht mehr ganz sauber aber nach über 260km noch top!
Passform
Sowohl bei den normalen als auch bei den Laufschuhen bin ich normalerweise bei Schuhgröße 39 (+/- 1 Größe) fündig geworden. Auch den Newton Fate 8 habe ich in dieser Größenordnung: 39 passt mir sehr gut! Ich habe vorn bei den Zehen genug Platz, dass ich nicht anstoße, gleichzeitig ist er mir nicht zu groß, dass ich drin rumrutschen würde. Das bleibt auch so, wenn ich bergauf oder bergab gehe. Über die Schnürung kann man den Schuh noch ein bisschen enger ziehen, wenn man das mag. Ich bin gern etwas lockerer unterwegs, da kann mein Fuß (gefühlt) besser „arbeiten“, dabei ist mir aber wichtig, dass nichts scheuert oder Druckstellen verursacht.
Getragen habe ich den Schuh meist mit Laufsocken in unterschiedlicher Dicke und Länge: Running-Socken mit Kompression als Kniestrümpfe in der normalen Variante passen ebenso gut, wie die Thermo-Variante, als kurze Socken über dem Knöchel oder als Sneaker-Socken. Auch eine Woll-Laufsocke mittelhoch hat mir sehr gut gepasst und keine Socke war mir im Schuh zu eng oder unangenehm. Obwohl ich die Schuhe – wie ich es fast immer tue – nur einmal zu Beginn gebunden und dann die Schleife (und den Doppelknoten) nie mehr aufgemacht habe.
hier mit halbhoher Socke auf Asphalt
Features
Gleich als erstes beim Auspacken fällt der Blick auf das damit offensichtlichste Feature: die tolle Farbe. 😉 ich mag Neon-Farben total und finde es grade bei Laufsachen nicht nur schön, sondern auch praktisch. Gerade in der dunkleren Jahreszeit ist es für die eigene Sicherheit sinnvoll, nicht nur in grau und schwarz rauszugehen, da fallen die Schuhe richtig (gut) auf. Durch die Kombination mehrerer Farben passen die Schuhe auch nahezu zu jedem Outfit – wem das wichtig ist 😉
Bei winterlichen Temperaturen mit dickeren Thermo-Kompressionssocken.
Auch ein weiteres in der heutigen Zeit wichtiges Feature springt einem sofort ins Auge, betrachtet man den Schuh etwas näher: auf der Innensohle sind 4 PET-Flaschen und 1 Paar Schuhe aufgedruckt. Heißt also, dass zumindest recyceltes Material verwendet wurde. Zudem heißt es (nicht auf dem Schuh abgedruckt), dass der Anteil an biologisch abbaubarem Material, das verwendet wurde, nochmal erhöht wurde im Vergleich zum Vorgänger-Modell.
Schon etwas abgerubbelter Aufdruck auf der Innensohle .
Nicht umsonst trägt der Newton Fate 8 Women die Frau im Namen: der Schuh wurde anatomisch auf den weiblichen Fuß angepasst. Da ich das männliche Modell nicht zum Vergleich hatte, muss ich also annehmen, dass die Entwickler bei Newton das schon richtig gemacht haben – schließlich hat sich mein Fuß von Anfang an sehr wohl im Schuh gefühlt.
Einzig die Unterstützung hin zum Mittelfuß- bzw. Vorfußläufer hat sich im ersten Moment etwas seltsam für mich angefühlt. Bei den ersten Schritten hatte ich das Gefühl, beim Auftreten regelrecht nach vorn zu fallen. Das gibt sich aber nach einigen Schritten und dann wird man dadurch regelrecht angeschoben. Zumindest auf glatten Böden.
Profil gut zu erkennen, nach dem letzten Lauf noch ein wenig Dreck drin, im violetten Bereich fangen sich gern größere Steinchen.
Dieses Anschieb-Feature wird nicht nur durch die gute Dämpfung, auch durch das optisch gute Profil auf der Sohle unterstützt, nur leider funktioniert der Grip zumindest bei meinem Paar nicht auf unseren Schotterwegen rund um den Ort. Es ist dabei auch wirklich egal, ob der Weg nass oder trocken oder feucht ist – solange lose Steinchen dabei sind, habe ich das Gefühl, gebremst zu werden und ein bisschen zu schwimmen.
Das ist super schade, denn sonst auf allen anderen Böden ist der Schuh super! Ich habe auch regelmäßig Steinchen mit im Profil „gefangen“ und muss die erst mal wieder rauspulen, weil ich sonst bei jedem Schritt das Gefühl habe, auf Absätzen zu laufen. Das hört sich supersensibel an, ist aber eigentlich nur supernervig. Also eher nichts für einen Wettkampf, bei dem man sich ein Zeitziel gesetzt hat.
Auf Schotter ist die Performance vom Schuh leider nicht so gut wie auf glatten Böden.
Das Obermaterial ist angenehm weich und schmiegt sich gut an den Fuß. Dabei ist das Meshgewebe angenehm luftdurchlässig, ohne zu viel kalten Wind durchzulassen. Nässeschutz bietet der Schuh dadurch allerdings nicht, das muss er aber für mich nicht wirklich, da er damit auch nicht beworben wird.
Preis/Leistung
Aktuell ist zumindest die europäische Homepage von Newton nicht wirklich erreichbar, daher kann ich hier nur die dort angegeben Partner – und deren Preise – nennen. Für knapp 100€ ist der Schuh in zwei unterschiedlichen Farben und in den Größen 38,5 bis 44 mit Halbgrößen-Schritten zu haben. Damit liegt er preislich komplett im Rahmen. Es ist eine wirklich gute Dämpfung und Unterstützung eingebaut, recycelte und biologisch abbaubare Materialien wurden verwendet und die Passform an den weiblichen Fuß angepasst. Der Schuh taugt für lange, gemütliche Einheiten genauso gut, wie für schnellere Sprints oder Intervalle, oder generell einfach kürzere Läufe.
Profil auf der Sohle greift auf gefrorenem Schotter gut.
Fazit
Wer seinen Laufstil Richtung Vorfuß- oder Mittelfuß-Läuferin anpassen möchte, bekommt vom Newton Fate 8 einen richtig guten Partner. Natürlich muss einem die Farbe zusagen, alle anderen Features gibt es eingebaut dazu 😉
In meinem Fall gibt es bei Nässe noch ein Soundfeature gratis: sobald ich auf nassem Boden unterwegs bin, quietscht die rechte Zwischensohle bei jedem Schritt. Da der Fuß aber zumindest von unten trocken bleibt, stört mich das nicht weiter.
Die kleine Naht neben meinem Daumen könnte für die Druckstelle gesorgt haben.
Auf den ersten paar Läufen habe ich am rechten Fuß auf der Innenseite eine leichte Druckstelle neben der Zunge und dem Schnürsenkel gehabt. Das war nach ca. 7km recht unangenehm, hat sich nach insgesamt 60 km (über mehrere Läufe, nicht am Stück) aber gegeben. Ob es wirklich von der kleinen Naht kam, konnte ich nicht verifizieren. Da es jetzt weg ist, und der Schuh auf glatten Böden bei Nässe und Trockenheit richtig gut unterstützt, gibt es eine klare Empfehlung von mir. Würde die Performance auf Schotter ähnlich gut sein, gäbe es auch noch volle Punktzahl.










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